Die „eierlegende Wollmilchsau“ – Komponente für Joomla

Der Trend im Netz, auch bei Content Managementsystemen, wie z.B. Joomla, geht immer mehr hin zu der „eierlegende Wollmilchsau“-Lösung.

Für die Anzeige der Homepage auf Desktop-PC, Tablets und Smartphones gibt es mittlerweile jede Menge JavaScript-Frameworks für „Responsive Webdesign“. Bei ausgeschaltetem JavaSript geht dann oft gar nichts mehr.

Mal ganz ehrlich, wenn ich mit meinem Handy ins Internet gehe, dann will ich nicht die ganze Bandbreite für CSS-Styles und JavaScripte verbraten, ich will den Inhalt sehen, manchmal nur den Text, das Layout ist nur eine schön anzuschauende Nebensache.

Leider geht auch der Trend bei den Erweiterungen für Joomla in die gleiche Richtung.  Das Problem dabei ist allerdings, dass die Bedienung dadurch nicht einfacher wird.

Als Webdesigner und Programmierer habe ich dann oft das Problem, dass sich jemand eine Erweiterung ausgesucht hat, die nur ein paar Euro kostet und dann ein paar „kleine“ Anpassung an seine Anforderungen möchte, die Kosten dafür aber weit über seinen Vorstellungen liegen.

Nur der Entwickler einer Erweiterung kann Anpassungen an seinem Programm zu einem günstigen Preis anbieten. Andere Programmierer müssen sich in das fremde Programm einarbeiten, je nach vorhandener bzw. nicht vorhandener Dokumentation, kann das durchaus etwas länger dauern.

Bei Änderungen im Programmcode kann man nämlich schnell eine „Sicherheitslücke“ produzieren, wenn man nicht weiss, wie die Daten intern verarbeitet werden.

Wer als Programmierer die Grundlagen beherrscht: PHP, JavaScript, Html, Css und MySQL, wer sich mit Sicherheitstechniken für Webseiten auskennt, muss schon im Sinne einer effektiven Arbeitsweise und im Interesse des Auftraggebers eine Entscheidung treffen, gibt es eine fertige Eweiterung und was würde es kosten, diese entsprechend der Anforderungen anzupassen.

Wenn es eine fertige Erweiterung gibt, passend zu den Anfordungen, dann muss nur die Frage nach der Qualität, insbesondere im Hinblick auf die Sicherheit gegenüber Hacker-Angriffen positiv beantwortet werden können.

Wenn dies nicht der Fall ist, dann ist oft eine neue Erweiterung speziell für die Kundenanforderungen in der Umsetzung günstiger, als die Anpassung einer fremden ggf. schlecht dokumentierten Erweiterung.

Übrigens, wenn ein Programmierer mit einem Stundenlohn, von 35 – 120 Euro ( je nach Qualifikation) mehrere Stunden mit der Suche nach einer passenden Erweiterung und oder dem Einarbeiten und Testen, insbesondere im Hinblick auf die Sicherheit gegenüber Hacker-Angriffen beschäftigt ist, so muss er diese Arbeitszeit auch in Rechnung stellen.

Je komplexer also eine ausgewählte Komponente ist, desto höher ist der Aufwand. Aber je bekannter eine Komponente ist, desto höher die Chance, dass es Programmierer gibt, die sich bereits damit auskennen.

 

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