Responsive Webdesign

Responsive Webdesign oder mobile Version für die Webseite?

responsive (engl.) = zugänglich, reagierend

Unter „responsive Webdesign“ wird die Umsetzung einer Webseite passend für unterschiedliche Ausgabemedien: Handy, Smartphone, Tablet, Desktop oder Bildschirme mit HD-Auflösung angeboten.

HTML war immer schon „Responsive“, denn Fließtext hat die Eingeschaft sich fließend an die Bildschirmgröße anzupassen.

Mit der Verbreitung des Internets und der damit verbundenen wirtschaftlichen Bedeutung des Internets wurden Webseiten „getunt“. Nun war nicht nur der Inhalt in Form von reinem Text wichtig, sondern auch das Aussehen!

Von vielen Designern wurden die Internetseiten genauso wie Printmedien behandelt und entsprechend starr ungesetzt. Ein „fließendes“ Design war nahezu unvorstellbar.

Weil diese starren Strukturen vom HTML nicht vorgesehen waren, wurden oftmals Tabellen für die Bildschirmaufteilung missbraucht. Dabei wurden auch mehrere Tabellen ineinander geschachtelt. Eine Technik die heute verpönt ist und hoffentlich kaum noch Anwendung findet.

Die starren Vorgaben einiger Auftraggeber und Designer sind aber leider geblieben.

Viele Webseiten wurden mit festen Breiten umgesetzt, wobei bei breiteren Bildschirmen die Anzeige der Seite zentriert wurde und somit eine akzetable Darstellung auf den meisten Bildschirmen erzeilt wurde.

Mit der Verbreitung internetfähiger Handy und Smartphones hat sich schnell die Frage gestellt, wie man Informationen für diese Geräte in einer akzeptablen Form zur Verfügung stellen kann.

Dazu wurden „abgespekte“ Versionen der Homepage als Mobile-Versionen erstellt. Dies hatte für die Besucher den Vorteil, dass auch die Inhalte, insbesondere Fotos in der passenden Größe zur Verfügung gestellt wurden und somit das Ladevolumen für die Seite relativ gering gehalten werden konnte.

Für Betreiber der Seiten bedeutete dies jedoch nahezu eine Verdopplung des Wartungsaufwandes.
Bei der Verwendung von Content Management Systemen, wäre es allerdings durchaus möglich gewesen, diese mobilen Versionen automatisch zu generieren. Vereinzelt gibt es dazu auch ein paar Ansätze, aber nun wird überall das „Responsive Webdesign“ angepriesen, als die optimale Lösung.

Die verschiedenen Lösungsansätze für die Umsetzung des responsive Webdesigns, z.B. Twitter-Bootsrap, haben fast alle gemeinsam, dass sie auf einem ziemlich mächtigen JavaScript-Framework aufbauen und mit übertrieben vielen css-Klassen an html-Elementen arbeiten.

Weniger wäre hier mehr, denn all der JavaScript-Code und CSS-Code muss mitgeladen werden und ist doch nur Ballast zum eigentlichen Inhalt.

Fazit: Ja responsive Webdesign ist eine gute Idee, aber nur dann wenn es auch ohne JavaScript und ohne mehrfach geschachtelte CSS-Klassen funktioniert.

Und das geht auch, denn die Basis für responsive Webdesign bilden Media-Queries, hier können für unterschiedliche Bildschirngrößen oder Ausgabegeräte CSS-Styles festgelegt werden. Es ist also nicht notwendig hier eine CSS-Klasse zuzuordnen, die dann per JavaScript geändert wird.

Okay, es funktioniert, wie schon oft nicht im Internet Explorer. Na und, dann Pech für den Internet-Explorer, warum soll ein Surfer mit Smartphone sich irgendwelche JavaScripte für das Fallback des Internetexplores laden?

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