Responsive Webdesign – aber nicht so!

Nachdem Designer Webseiten in Druckformate gezwängt haben und anschließend feststellen mussten, dass nun die Anzeige auf einigen Bildschirmen nicht mehr gut aussieht, soll „Responsive Webdesign“ alles richten.

Dank der vielen Frameworks ist dies auch kein Problem. Die Webseite bekommt den Twitter-Bootstrap übergestülpt, ein paar Anpassungen am CSS und in JavaScript, fertig!

In einigen Fällen sieht es auch so aus, als könnte es funktionieren, aber die Stoplersteine liegen im Verborgenem.

 

positiver erster Eindruck
Eine Webseite hat ca. 3 Sekunden um zu überzeugen: Eins – Zwei – Drei – Chance vorbei!
Die Besucher wollen schnelle Informationen. Wenn innerhalb der ersten Sekunden nicht das Gesuchte angezeigt wird, ist der Besucher schnell wieder weg.

Das Laden der JavaScript-Bibliotheken und umfangreicher CSS-Style-Definitionen kann je nach Gerät und Anbindung an Internet mehrere Sekunden benötigen.

Da hilft es auch wenig, dass der Besucher beim 2. Besuch die Seite schneller angezeigt bekommt, wenn diese Dateien vom Browser gecacht werden.

Wenn die schönen Designelemente in den ersten Sekunden noch gar nicht vorhanden sind, können Sie den neuen Besucher nicht überzeugen.

 

Intuitive Bedienbarkeit
Die intuitive Bedienbarkeit ist Voraussetzung für jede Webseite, unabhängig davon, ob diese „responsive“ gestaltet werden soll oder nicht.

Dafür ist es wichtig, dass weiterführende Links und Buttons als solche erkannt werden.

 

Download-Volumen
Bei getakteten Verbindungen, ist das Download-Volumen ein wichtiger Aspekt. Je nach Tarif wird das Surfen teurer oder die Übertragungsgeschwindigkeit nach Erreichen der Obergrenze gedrosselt.

In beiden Fällen ist es ärgerlich, wenn das Volumen für unnötigen Ballast verbraucht wird.

Dies gilt im Übrigen auch für Werbung. Wer unbedingt ungefragt Werbung einblendet, der sollte zumindest so fair sein, dass er nicht unnötig viel Volumen verbraucht. Es muss nicht gleich das ganze Werbevideo aufgedrängt werden, ein Vorschaubild mit entsprechendem Text reicht durchaus.

Es ist also sinnvoll bereits auf dem Server zu unterscheiden, ob z.B. hochauflösende Grafiken benötigt werden.
Leider gibt es dafür vom W3C und den Browserherstellern keine geeigneten Vorgaben.